Unterrichtseinheit 6
Alkohol in Werbung und sozialen Medien – Darstellung, Wirkung und Strategien
Hintergrund
Alkohol ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Ein wichtiger Einflussfaktor ist dabei auch die Werbung: Alkohol wird in Anzeigen, Serien oder sozialen Medien oft verlockend dargestellt – als Mittel, um Spaß zu haben, beliebt zu sein oder Abenteuer zu erleben.
Die Alkoholindustrie gibt in Deutschland rund eine halbe Milliarde Euro pro Jahr für Werbung aus. Neben den klassischen Medien wie Fernsehen, Plakaten oder Zeitschriften werden zunehmend auch soziale Medien genutzt. Untersuchungen bestätigen, dass diese Werbung bereits Kinder erreicht und prägt. Das Ziel der Industrie ist dabei eindeutig: durch gezielte Imagepflege den Absatz fördern und die Gewinne weiter steigern.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, für Alkohol zu werben. Dabei unterscheidet man direkte (z. B. Anzeigen, Plakate, Werbung in sozialen Netzwerken) und indirekte Werbung (z. B. Sponsoring, Werbegeschenke, Product-Placement).
Für diese Unterrichtseinheit benötigen Sie eine digitale Tafel mit Internetzugang.
| Einstieg | Alkohol & Werbung – Alles nur Fake? |
|---|---|
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Zeitumfang: 5 Minuten Sozialform: Plenum Methode: Video Material: Digitales Lernspiel „Alkohol & Werbung – Alles nur Fake?“ , digitale Tafel |
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| Hauptteil | Werbebotschaften und -strategien durchschauen |
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Zeitumfang: 20 Minuten Sozialform: Gruppenarbeit Methode: Arbeitsblatt Material: Arbeitsblatt „Werbetricks durchschauen“ |
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| Vorstellung der Ergebnisse | |
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Zeitumfang: 10 Minuten Sozialform: Plenum Methode: Ergebnispräsentation Material: Satzanfänge |
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| Abschluss | Tipp der Expertin |
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Zeitumfang: 10 Minuten Sozialform: Plenum Methode: Lernspiel, Unterrichtsgespräch Material: Digitales Lernspiel „Alkohol & Werbung – Alles nur Fake?“ , digitale Tafel |
| Ablauf | Aktivität | Zeitumfang | Sozialform | Methode | Material |
|---|---|---|---|---|---|
| Einstieg | Alkohol & Werbung – Alles nur Fake? | 5 Minuten | Plenum | Video | Digitales Lernspiel „Alkohol & Werbung – Alles nur Fake?“ , digitale Tafel |
| Hauptteil | Werbebotschaften und -strategien durchschauen | 20 Minuten | Gruppenarbeit | Arbeitsblatt | Arbeitsblatt „Werbetricks durchschauen“ |
| Vorstellung der Ergebnisse | 10 Minuten | Plenum | Ergebnispräsentation | Satzanfänge | |
| Abschluss | Tipp der Expertin | 10 Minuten | Plenum | Lernspiel, Unterrichtsgespräch | Digitales Lernspiel „Alkohol & Werbung – Alles nur Fake?“ , digitale Tafel |
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler …
- erkennen, wie Alkohol in Werbung und sozialen Medien dargestellt wird.
- durchschauen das Ziel von Werbung sowie die Strategien und Wirkungen von Werbedarstellungen.
- können die Beeinflussung durch Werbebotschaften und Inhalte in sozialen Medien bewusst wahrnehmen.
Einstieg
Alkohol & Werbung – Alles nur Fake? Zeitumfang: 5 Minuten
Sammeln Sie einige spontane Reaktionen und Antworten der Klasse, um ein erstes Stimmungsbild zu erhalten.
Hinweis: Klicken Sie nach Ende des Videos noch nicht weiter zum Tipp der Expertin. Dieser folgt im Abschluss der Stunde. Lassen Sie die Ansicht deshalb geöffnet.
Hauptteil
Werbebotschaften und -strategien durchschauen
Gruppenarbeit Zeitumfang: 20 Minuten
Teilen Sie die Schülerinnen und Schüler in Gruppen mit 4 bis 5 Personen ein und händigen Sie das Arbeitsblatt „Werbetricks durchschauen“ aus.
Vorstellung der Ergebnisse Zeitumfang: 10 Minuten
Die Gruppen präsentieren die wichtigsten Ergebnisse der Gruppenarbeit. Die Gruppen sollen dazu eine Person bestimmen, die das Ergebnis ins Plenum trägt. Dabei werden diese beiden Sätze vervollständigt:
Wer Werbung kritisch durchschaut, …
Abschluss
Tipp der Expertin Zeitumfang: 10 Minuten
Hören Sie zum Abschluss der Stunde gemeinsam den Tipp der Expertin an.
Fragen Sie die Klasse, was sie vom Tipp der Expertin hält.
Zum Abschluss der Stunde bestärken Sie die Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstwirksamkeitserleben. Fassen Sie zusammen: Hinter jedem Post steht ein Budget. Die Industrie investiert eine halbe Milliarde Euro, damit Alkohol im Kopf mit „Spaß“ verknüpft wird und wir ihre Produkte kaufen. Wer den „Fake“ erkennt, gewinnt die eigene Entscheidungsfreiheit zurück. Kritisch sein heißt nicht, alles schlecht zu finden – es heißt, sich nicht vorschreiben zu lassen, was man gut finden oder kaufen soll.
Optionale Vertiefung
- Der Deutsche Werberat kann Werbung als zulässig oder unzulässig einstufen und hat dafür bestimmte Regeln aufgestellt. Die Industrie hat sich selbst zur Einhaltung dieser Regeln verpflichtet. Fragen Sie die Klasse, welche Regeln sie für sinnvoll erachten würde.
- Fragen Sie die Schülerinnen und Schüler, ob ihnen Portale bekannt sind, die neutral Produkte empfehlen (z. B. Stiftung Warentest, Öko-Test, Verbraucherzentralen).
- In sozialen Medien spielt Werbung eine große Rolle. Oft ist sie nicht einmal als solche zu erkennen. Diskutieren Sie mit der Klasse folgende Fragen:
- Welche Formen der Werbung allgemein begegnen euch auf euren Kanälen?
- Wie wirkt diese Werbung auf euch? Seht ihr einen Unterschied zur Werbung auf Plakaten?
- Ist das immer sofort als Werbung zu erkennen? Liefert euch die Werbung dort klar erkennbar Informationen für eine Kaufentscheidung oder fühlt ihr euch manipuliert?
- Welche Rolle spielen Influencerinnen und Influencer dabei?
- Seid ihr schon einmal auf Werbung „reingefallen“?
