Unterrichtseinheit 4
Alkohol & Gesetz – Was ist eigentlich erlaubt?
Hintergrund
Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) regelt in Deutschland, wie Kinder und Jugendliche vor Gefahren in der Öffentlichkeit und durch Medien geschützt werden sollen. Es legt also fest, was Minderjährige dürfen und was nicht, um ihre Entwicklung zu schützen.
Ein Teilbereich des Jugendschutzgesetztes sind die Regelungen im Umgang mit Alkohol.
Für diese Unterrichtseinheit benötigen Sie einen Klassensatz Tablets mit Internetzugang.
| Einstieg | Wissensstand zum Jugendschutz |
|---|---|
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Zeitumfang: 10 Minuten Sozialform: Plenum Methode: Unterrichtsgespräch Material: Impulsfragen |
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| Hauptteil | Alkohol & Gesetz – Kennst du die Regeln? |
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Zeitumfang: 15 Minuten Sozialform: Einzelarbeit Methode: Digitales Lernspiel Material: Digitales Lernspiel „Alkohol & Gesetz – Kennst du die Regeln?“ , Klassensatz Tablets |
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| Reflexion | |
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Zeitumfang: 15 Minuten Sozialform: Plenum Methode: Unterrichtsgespräch Material: Reflexionsfragen |
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| Abschluss | Sei aufmerksam! |
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Zeitumfang: 5 Minuten Sozialform: Plenum Methode: Hausaufgabe Temin für Ergebnissicherung festlegen |
| Ablauf | Aktivität | Zeitumfang | Sozialform | Methode | Material |
|---|---|---|---|---|---|
| Einstieg | Wissensstand zum Jugendschutz | 10 Minuten | Plenum | Unterrichtsgespräch | Impulsfragen |
| Hauptteil | Alkohol & Gesetz – Kennst du die Regeln? | 15 Minuten | Einzelarbeit | Digitales Lernspiel | Digitales Lernspiel „Alkohol & Gesetz – Kennst du die Regeln?“ , Klassensatz Tablets |
| Reflexion | 15 Minuten | Plenum | Unterrichtsgespräch | Reflexionsfragen | |
| Abschluss | Sei aufmerksam! | 5 Minuten | Plenum | Hausaufgabe | Termin für Ergebnissicherung festlegen |
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler …
- wissen, dass sich alkoholische Getränke in ihrem Alkoholgehalt unterscheiden.
- kennen die gesetzlichen Bestimmungen für den Verkauf und den Konsum von Alkohol in Deutschland.
- sind aufmerksam dafür, wo das Jugendschutzgesetz in ihrem Alltag eine Rolle spielt.
Einstieg
Wissensstand zum Jugendschutz Zeitumfang: 10 Minuten
Fragen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler, was Sie über das Thema Jugendschutz wissen:
- Welches Gesetz beschreibt Regeln speziell für Jugendliche?
- Was verstehst du unter Jugendschutz?
- Welche Bereiche des Alltags werden durch das Jugendschutzgesetz beeinflusst (z. B. Kino, Alkohol, Medien)?
- Warum denkst du, gibt es eigentlich Regeln speziell für Jugendliche?
Hauptteil
Jugendschutzgesetz und Alkohol Zeitumfang: 15 Minuten
Ein Teilbereich des Jugendschutzgesetzes sind die Regelungen im Umgang mit Alkohol. Das Gesetz definiert, ab welchem Alter welche Getränke konsumiert oder gekauft werden dürfen. In Deutschland sind die Abgabe von Bier, Wein und Sekt an Jugendliche sowie der Konsum in der Öffentlichkeit ab 16 Jahren erlaubt. Alle anderen alkoholischen Getränke sind erst ab 18 Jahren erlaubt.
Reflexion Zeitumfang: 15 Minuten
Sprechen Sie anschließend im Unterrichtsgespräch über die Bearbeitung der Aufgabe.
- Was hast du Neues erfahren?
- Was war dir bereits bekannt?
Gehen Sie in einer gemeinsamen Reflexion den folgenden Fragen nach.
- Warum macht das Gesetz Unterschiede zwischen Bier/Wein und Schnaps/Spirituosen?
- Sind die Altersgrenzen (16 bzw. 18 Jahre) nachvollziehbar?
- Sollte das Gesetz deiner Meinung nach strenger oder lockerer sein? Warum?
- Das Gesetz macht eine Ausnahme, die oft „begleitetes Trinken“ genannt wird. Das bedeutet, dass Jugendliche bereits ab 14 Jahren in Begleitung ihrer Eltern oder einer personensorgeberechtigten Person Bier und Wein trinken dürfen. Was hältst du von dieser gesetzlichen Regelung?
Begleitetes Trinken auf dem Prüfstand
Das begleitete Trinken erlaubt es Jugendlichen ab 14 Jahren, in Begleitung einer sorgeberechtigten Person (z. B. Eltern) Bier, Wein oder Sekt zu konsumieren – z. B. in einer Gaststätte. Aktuell wird darüber eine breite Diskussion geführt und viele Akteure wie die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) und Krankenkassen fordern, diese Regelung abzuschaffen. Sie argumentieren, dass Alkohol nicht weniger schädlich wird, nur weil die Erwachsenen anwesend sind. Alkohol hat für Jugendliche besondere Risiken wie Entwicklungsstörungen des Gehirns oder erhöhte Wahrscheinlichkeit für riskantes Verhalten. Begleitetes Trinken verharmlost lediglich die Risiken des Alkoholkonsums. Manche hingegen argumentieren, dass frühzeitige Begleitung durch Eltern helfen kann, einen gesellschaftlich akzeptierten Umgang mit Alkohol zu lernen.
Abschluss
Sei aufmerksam! Zeitumfang: 5 Minuten
Geben Sie Ihren Schülerinnen und Schülern als Hausaufgabe den Auftrag, in der kommenden Woche darauf zu achten, wo das Jugendschutzgesetz in ihrem Alltag eine Rolle spielt (z. B. Supermarkt, Restaurant, Feste, Schule, Kino, Internet).
Die Auswertung erfolgt in einer Ihrer nächsten Unterrichtsstunden.
Optionale Vertiefung
- Was könnte passieren, wenn die gesetzlichen Vorgaben niemand ernst nehmen würde?
- Was hältst du davon, wenn Erwachsene sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben halten und einem Jugendlichen Alkohol geben, obwohl es verboten ist?
- Wer achtet darauf, dass die Gesetze befolgt werden – und wer trägt Verantwortung, wenn sie gebrochen werden?
